Last Exit Flucht – das Spiel bei dem du Flüchtling bist

8th Mar 2006Blog,

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http://www.lastexitflucht.org

Am Dienstag startete das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR eine ungewöhnliche Initiative: Ab sofort können auf www.LastExitFlucht.org, einem interaktiven Reality-Game, alle ab 13 Jahren einmal das Schicksal eines Menschen auf der Flucht nachfühlen.

Kostenlos
Das „Spiel, bei dem du der Flüchtling bist“, steht ab sofort über 120 Millionen Deutschsprachigen offen, denn es ist kostenlos. „Angesichts der seit vielen Jahren sinkenden Asylantragszahlen haben ja immer weniger Jugendliche in Deutschland, Österreich oder der Schweiz eine persönliche Erfahrung mit Menschen auf der Flucht – mit dem Game sollen sie zumindest virtuell einmal in die Haut eines Flüchtlings schlüpfen können”, erklärt UNHCR-Sprecher Roland Schönbauer. „Die Kids können sich so besser in die Lage eines Flüchtlings, also etwa eines politisch verfolgten Menschen, versetzen.“

”Fakten-Web“
Als Ergänzung zum virtuellen Teil bietet jeder Abschnitt des Reality-Games einen eigenen Infoteil im so genannten „Fakten-Web” – mit Hintergründen zu politischer Verfolgung und Menschenrechten. Hier kommen auch Menschen, die nach Europa geflohen sind, mit ihren wechselvollen Fluchtberichten zu Wort. Für den Einsatz im Unterricht bietet LastExitFlucht zudem einen eigenen Lehrer-Leitfaden.

Unter Zeitdruck
Auf insgesamt zwölf Stationen muss die Spielerin beziehungsweise der Spieler des Wissens- und Erfahrungsspiels lebenswichtige Entscheidungen fällen – oft unter Zeitdruck: Was nehme ich mit auf die Flucht? Was sag ich zum gewaltbereiten Soldaten beim Verhör? Welcher Weg führt mich gefahrlos aus der Stadt? Wer Krieg, Verfolgung und Schlepper heil überstanden (und Asyl bekommen) hat, muss dann in einem fremden Land ganz von vorn anfangen – ohne Sprachkenntnisse, ohne Freunde, ohne Job.

http://www.lastexitflucht.org

Quelle: webstandard, 7.3.06

6 Comments RSS-Kommentare

  1. reinio (09.03.2006, 02:20).

    Eine gute Initiative, vielleicht denkt dann der eine oder die andere über bescheuerte Stammtischkommentare, à la “selbst schuld” u “alles nur schmarotzer”, ein bisschen genauer nach.Die Kronen Zeitung hat dieses Aktion natürlich verteufelt…

  2. reinio (09.03.2006, 02:20).

    <p>Eine gute Initiative, vielleicht denkt dann der eine oder die andere über bescheuerte Stammtischkommentare, à la “selbst schuld” u “alles nur schmarotzer”, ein bisschen genauer nach.<br /><br />Die Kronen Zeitung hat dieses Aktion natürlich verteufelt…</p>

  3. Thomas Kinast (09.03.2006, 21:27).

    Ich persoenlich finde es eine gute Idee dieses Spiel auf den Merkt zu werfen. Die Frage ist nur wird die Zielgruppe die fuer das Spiel vorgesehen ist ueberhaupt darauf ansprechen. Ich denke nicht.Das Spiel selbst hingegen ist eine sehr “schoene” Methode um das Bewustdein fuer diese Problematik zu schaerfen, auch wenn ich einige Aussagen, die im Spiel getroffen werden absolut uebertrieben und klischeehaft repraesentiert empfinde. Gut das war meine Meinung. MFG Kini!

  4. Thomas Kinast (09.03.2006, 21:27).

    <p>Ich persoenlich finde es eine gute Idee dieses Spiel auf den Merkt zu werfen. Die Frage ist nur wird die Zielgruppe die fuer das Spiel vorgesehen ist ueberhaupt darauf ansprechen. Ich denke nicht.<br />Das Spiel selbst hingegen ist eine sehr “schoene” Methode um das Bewustdein fuer diese Problematik zu schaerfen, auch wenn ich einige Aussagen, die im Spiel getroffen werden absolut uebertrieben und klischeehaft repraesentiert empfinde. Gut das war meine Meinung. MFG Kini!</p>

  5. Reini (10.03.2006, 03:00).

    Mit der Zielgruppe dürftest du leider recht haben, aber das einige Aussagen klischeehaft wären, halte ich für falsch. Der Entwickler des Spiels ist ja die UNHCR u die dürften sich mit der Thematik doch sehr gut auskennen.

  6. Reini (10.03.2006, 03:00).

    <p>Mit der Zielgruppe dürftest du leider recht haben, aber das einige Aussagen klischeehaft wären, halte ich für falsch. Der Entwickler des Spiels ist ja die UNHCR u die dürften sich mit der Thematik doch sehr gut auskennen.</p>