Österreich und die Asylanten

29th May 2009Blog, , , , , ,

Media_httpwwwdietrupp_tmnko

Treffender Beitrag zur derzeitigen politischen Stimmung in Österreich (Zeitung oder Land sei dahingestellt), Hervorhebungen von mir:

Verschwörungstheorie die 2.Die Guru-Attentäter waren also Asylanten. So what? Steht das in irgendeinem kausalen Zusammenhang mit dieser Wahnsinnstat? Titelte man in der Vergangenheit vielleicht „Fritzl ist Nichtraucher“ oder „Waldheim hat keinen Führerschein„? Wohl eher nicht. Welche Rolle spielt dieser Umstand letztendlich? Was nachdenklich stimmt, ist die Kerbe in die solche Headlines schlagen – eine Kerbe die den Reaktionären vorbehalten ist. Die Schürung von Vorurteilen, Fremdenhass und eine generelle Aversion gegen alles, was seinen Urspung außerhalb des eigenen Tellerandes hat, hat dieser „Journalismus“ zum Ziel – muss man dann meinen. Wenn sich Wolfgang Fellner auf der selben Seite in Kleingedrucktem abputzt und kleinlaut die Gegenposition einnimmt, ist das ja ganz nett. Glaubhaft jedoch nicht. Wer ist also der Mastermind hinter dieser Medienmaschinerie? Ausnahmsweise steht Heinz-Christian nicht unter Verdacht, denn Papageien können bekanntlich nicht tippen. Möglicherweise ziehen ganz im Verborgenen Kickl und Vilimsky die Strippen, oder, viel schlimmer, Jörg H. erscheint den Redakteuren im Traum.Liebe Leser! Angst is not a Weltanschauung.Reposted from dersensenmann.soup.io

7 Comments RSS-Kommentare

  1. Andy (30.05.2009, 02:06).

    Ich mag das Fellner-Blattl nicht, aber was den Unterschied zum nicht rauchenden Fritzl ausmacht, ist schlichtweg der, dass der Steuern gezahlt hat und Asylanten (unser) Geld kosten. Was anderes wäre es, wenn die Attentäter extra – wie die Gurus – angereist wären, um das hier anzuzetteln. Es waren aber scheinbar Menschen, die vorher die Hand aufgehalten haben, um dann die Hand zu beissen, die sie füttert!So gesehen macht die Schlagzeile schon Sinn 😉

  2. Andy (30.05.2009, 04:06).

    Ich mag das Fellner-Blattl nicht, aber was den Unterschied zum nicht rauchenden Fritzl ausmacht, ist schlichtweg der, dass der Steuern gezahlt hat und Asylanten (unser) Geld kosten. Was anderes wäre es, wenn die Attentäter extra – wie die Gurus – angereist wären, um das hier anzuzetteln. Es waren aber scheinbar Menschen, die vorher die Hand aufgehalten haben, um dann die Hand zu beissen, die sie füttert!So gesehen macht die Schlagzeile schon Sinn 😉

  3. Robert (31.05.2009, 03:41).

    Personen, die Gewalt zur Erreichung ihrer Ziele einsetzen, sind ohne Zweifel zu verurteilen. Ebenso gilt es sicherzustellen, dass kein Missbrauch im Asylbereich stattfindet. Dazu bedarf es denke ich jedoch einer unvoreingenommenen und genauen Prüfung der Fälle. Schlagzeilen wie diese schüren jedoch nur Vorurteile in der Bevölkerung, dass bpsw. jeder Asylant sowieso ein Verbrecher ist und daher besser gleich alle Anträge abgelehnt, Grenzen dicht gemacht werden sollten etc.Vorurteile wie diese führen dazu, dass bpsw. wie Ute Bock berichtet (http://derstandard.at/?url=/?id=2971395), einer todkranken armenischen Frau nicht gelaubt wird, dass sie eine andere Wohnung bräuchte, weil sie "ja immer freundlich war und beim Besuch Kaffee und Kuchen angeboten hat".Asyl können Menschen (lt. Wikipedia) beantragen, wenn sie politisch verfolgt werden, einer verbotenen Partei angehören, politische Meinungen nicht äußern dürfen oder weil in ihrem Land gegen Menschenrechte verstoßen wird. Ich denke, es wäre ein großer gesellschaftlicher Rückschritt und würde dem Ansehen Österreichs großen Schaden zufügen, wenn man allen Asylsuchenden Hilfe verwehrt, weil es auch "schwarze Schafe" gibt. Aber mit einer derartigen Argumentation wird man mittlerweile in Österreich ja bereits verächtlich als "Gutmensch" beschimpft, und diese Entwicklung finde ich bedenklich!

  4. Andy (31.05.2009, 04:31).

    @robert:Man braucht kein Wiki, man kann das auch auf den offiziellen Seiten des BMI nachlesen.Das Problem dabei ist nur, dass zwar drinsteht, welche Personen Asyl beantragen dürfen, für sämtliche NGOs usw. aber jeder, der den Antrag stellt, sofort in Schutzhaft genommen wird, bevor überhaupt zweifelsfrei festgestellt werden konnte, ob es sich nicht um einen Betrüger handelt. Das spricht sich in der Welt herum und deshalb kommen derart viele Menschen nach Europa, die diesen Schutz gar nicht nötig haben.

  5. Robert (31.05.2009, 05:41).

    Personen, die Gewalt zur Erreichung ihrer Ziele einsetzen, sind ohne Zweifel zu verurteilen. Ebenso gilt es sicherzustellen, dass kein Missbrauch im Asylbereich stattfindet. Dazu bedarf es denke ich jedoch einer unvoreingenommenen und genauen Prüfung der Fälle. Schlagzeilen wie diese schüren jedoch nur Vorurteile in der Bevölkerung, dass bpsw. jeder Asylant sowieso ein Verbrecher ist und daher besser gleich alle Anträge abgelehnt, Grenzen dicht gemacht werden sollten etc.Vorurteile wie diese führen dazu, dass bpsw. wie Ute Bock berichtet (http://derstandard.at/?url=/?id=2971395), einer todkranken armenischen Frau nicht gelaubt wird, dass sie eine andere Wohnung bräuchte, weil sie "ja immer freundlich war und beim Besuch Kaffee und Kuchen angeboten hat".Asyl können Menschen (lt. Wikipedia) beantragen, wenn sie politisch verfolgt werden, einer verbotenen Partei angehören, politische Meinungen nicht äußern dürfen oder weil in ihrem Land gegen Menschenrechte verstoßen wird. Ich denke, es wäre ein großer gesellschaftlicher Rückschritt und würde dem Ansehen Österreichs großen Schaden zufügen, wenn man allen Asylsuchenden Hilfe verwehrt, weil es auch "schwarze Schafe" gibt. Aber mit einer derartigen Argumentation wird man mittlerweile in Österreich ja bereits verächtlich als "Gutmensch" beschimpft, und diese Entwicklung finde ich bedenklich!

  6. Andy (31.05.2009, 06:31).

    @robert:Man braucht kein Wiki, man kann das auch auf den offiziellen Seiten des BMI nachlesen.Das Problem dabei ist nur, dass zwar drinsteht, welche Personen Asyl beantragen dürfen, für sämtliche NGOs usw. aber jeder, der den Antrag stellt, sofort in Schutzhaft genommen wird, bevor überhaupt zweifelsfrei festgestellt werden konnte, ob es sich nicht um einen Betrüger handelt. Das spricht sich in der Welt herum und deshalb kommen derart viele Menschen nach Europa, die diesen Schutz gar nicht nötig haben.

  7. lindaundjohanna (22.02.2010, 22:43).

    Also, d' Linda hockt grad neba mir und sagt (ich zitiere) : "Isch des it tragisch!?"