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unserdaheim.at – lokale Neuigkeiten aus der eigenen Umgebung

24th Okt 2008Blog, , , , ,

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Soziale Netzwerke wie Facebook, myspace, XING oder szene1.at sind zwar mittlerweile weit verbreitet, haben es jedoch meiner Meinung nach (noch?) nicht geschafft, einen wirklichen lokalen Bezug herzustellen. Es ist zwar durchaus anregend, sich über das Internet mit Menschen aus anderen Regionen, Ländern oder Kulturkreisen auszutauschen; wirklich spannend wird es jedoch, wenn die neuen Technologien unser unmittelbares Umfeld verändern.Dieses Konzept verfolgt die Ende September gestartete Plattform UnserDaheim.at. Hier können Personen, Vereine und Organisationen Neuigkeiten aus allen 17.500 Orten und vielen Stadtteilen Österreichs in Form von Artikeln, Fotos und Videos einstellen sowie Mitbürger, Nachbarn, Freunde oder Interessenten aus der eigenen Region darüber informieren.Was mir dabei besonders gefällt ist, dass jeder Ort eine eigene Adresse wie z.B. http://aspern.unserdaheim.at oder http://voecklabruck.unserdaheim.at/ besitzt. Dadurch wird die Webseite zu einem Treffpunkt für Leute, Vereine, Organisationen und Firmen aus dem eigenen Ort, der eigenen Gemeinde oder der eigenen Stadt.Meiner Meinung nach eine Webseite mit großem Potential für die Zukunft.

Wikileaks.org – we help you safely get the truth out

1st Okt 2008Blog, , , , ,

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Wikileaks ist ein Ende 2006 anonym ins Leben gerufenes Projekt, das nach dem Wiki-Prinzip aufgebaut ist und „für die massenweise und nicht auf den Absender zurückzuführende Veröffentlichung von geheimen Informationen und Analysen” dienen soll. Primäre Ziele sind durch Unterdrückung geprägte Regimes in Asien, den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Schwarzafrika und dem Nahen Osten. Wikileaks will jedoch auch all denen zur Seite stehen, „die unethisches Verhalten in ihren eigenen Regierungen und Unternehmen enthüllen wollen. […]Hab ganz schön gestaunt, als ich dort die gesperrte Hochrechnung von 14:00 Uhr für die Nationalratswahlen am 28. September 2008 entdeckt habe. Von wegen also spontaner Jubel/Verzweiflung bei den Liveberichten aus den Parteizentralen um 17:00 Uhr.Ebenfalls bezeichnend: 55.000 Dollar für 2 Wochen Praktikum bei der (mittlerweile insolventen) Investmentbank Lehman Brothers. Da kann man sich ungefähr vorstellen, wohin die ganzen Milliarden „verschwunden“ sind.Wikileaks führt zwar keinerlei Prüfung der auf ihrer Homepage veröffentlichten Dokumente durch, womit deren Echtheit nicht gesichert ist – trotzdem gibt es bereits auf NYTimes.com 942, Guardian.co.uk 645 und auf Spiegel.de 47 Beiträge, die sich auf Wikileaks als Quelle berufen.Summa summarum also eine Webseite, die sicher noch öfters eine wichtige Rolle im (Enthüllungs-) Journalismus spielen wird, v.a. weil das anonyme Einreichen von Dokumenten für jeden möglich ist.Bei der nächsten Nationalratswahl geh ich jedenfalls erst um 16:00 Uhr wählen 😉

Veranstaltungstipp: World Press Photo 08

7th Sep 2008Blog, , , , ,

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World Press Photo des Jahres 2007 © Tim Hetherington, UK, für Vanity Fair, Amerikanischer Soldat ruht sich auf einem Bunker aus

WestLicht. Schauplatz für Fotografie zeigt von 29. August bis 28. September 2008 die Ausstellung World Press Photo 08. Zu sehen sind die rund 200 besten Pressebilder des Jahres 2007, die im Rahmen des weltweit größten und renommiertesten Wettbewerbs für Bildjournalismus ausgezeichnet wurden.Die als Wanderausstellung angelegte Schau macht dieses Jahr Station an über 100 Orten weltweit und erreicht rund zwei Millionen Besucher. Sie ist nicht nur eine beeindruckende Leistungsschau des internationalen Fotojournalismus, sondern auch ein einzigartiger Rückblick auf Weltereignisse und Zeitgeschehen des letzten Jahres.

WestLicht. Schauplatz für FotografieWestbahnstraße 401070 WienÖffnungszeiten: Mo – So: 9.00 – 19.00 Uhr, Do: 9.00 – 21.00 UhrWar bis jetzt jedes Jahr auf dieser Ausstellung und werde sie mir auch heuer sicher nicht entgehen lassen…

Österreich ist frei!

25th Jul 2008Blog, , , , ,

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Zuerst kommt der EU-Austritt. Was passiert dann? Das steht in einem unveröffentlichten Brief des künftigen Kanzlersvon Christian Ortner, erschienen in DIE ZEIT, 24.07.2008 Nr. 31

Wien, im Dezember 2020Von: Bundeskanzler Prof. Werner FaymannAn: Frau Dr. Eva Dichand, Herausgeberin der Tageszeitung Krone heuteSehr geehrte Herausgeberin, liebe Eva!Das Wichtigste zuerst: Bitte bestell Deinem lieben Schwiegervater zum bevorstehenden 100. Geburtstag meine besten Wünsche und die der ganzen Republik. Seitdem Du die Zeitung führst, kommt er ja ab und zu auf einen Kaffee zu mir ins Kanzleramt, und weil ich jetzt noch stenografieren gelernt habe, fällt es viel leichter, die Gesetze ganz in seinem Sinne zu formulieren.Ich schreibe Dir nun freilich auch, weil ich eine kleine Bitte an Dich habe. Von Deiner Zeitung wird es im Wesentlichen abhängen, wie die bevorstehende Volksabstimmung über die Rückkehr Österreichs in die EU im Mai 2021 ausgehen wird.Es gibt, fürchte ich, zu dieser Rückkehr keine Alternative – auch wenn Dein Schwiegervater davon noch nicht ganz überzeugt ist. Aber davon später.Natürlich haben wir alle noch jenen 29. November 2010 in Erinnerung, als 53 Prozent der Österreicher in einer Volksabstimmung für den Austritt aus der EU gestimmt haben und Deine Zeitung am Tag danach mit der unvergesslichen Schlagzeile ÖSTERREICH IST FREI! erschien, so wie ich es vom Balkon des Belvedere verkündet hatte. Die ganze Nacht ist damals auf dem Stephansplatz gefeiert worden. Lichterloh brannten in der ersten, ein wenig übertrieben emotionalen Aufwallung die EU-Fahnen. Erinnerst Du Dich noch? Was war das für ein unbeschreibliches Volksfest! Ich habe mich diesem Jubel ja auch in dem Augenblick angeschlossen, in dem ich sicher sein konnte, wie die Abstimmung ausgeht.–> weiterlesen auf zeit.de

Kronenzeitung-Abo statt ORF-Gebühren

29th Jun 2008Blog, , , , ,

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Bis jetzt war ich der Meinung, ich zahle monatlich 23,06 Euro an Rundfunkgebühren, damit der ORF u.a. seinen öffentlichen Auftrag wahrnehmen und ich mich dort auch über wichtige politische Ereignisse informieren kann. Seit jedoch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und SPÖ-Parteichef Werner Faymann den Schwenk der SPÖ in ihrer EU-Politik mittels persönlichen Brief an Krone-Herausgeber Hans Dichand bekanntgegeben haben, bin ich doch am überlegen, ob ich nicht besser die Krone abonnieren sollte, um künftig politisch auf dem Laufenden zu bleiben… Irgendwie schon bedenklich, wieviel Aufmerksamkeit eine Tagezeitung erhält, die u.a. durch ihre Auswahl von Leserbriefen zur Verbreitung von Ansichten und Meinungen beiträgt, die einem teilweise die Haare zu Berge stehen lassen (Beispiele gibt es unter http://krone-blog.at/ und http://medienschelte.at). Wahrscheinlich liegt es daran, dass sich in Österreich kaum jemand traut, die Kronenzeitung zu ignorieren oder ärger noch – ihr zu widersprechen. Anders kann ich es mir beispielsweise nicht erklären, dass der ORF bis heute die Dokumentation „Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück“ aus dem Jahr 2002 nicht ausgestrahlt hat. Wahrscheinlich will man sich das Schicksal des Fernsehsenders Arte ersparen, der als Folge davon aus dem Fernsehprogramm der Krone gestrichen wurde. Diese Dokumentation kann man übrigens auf DVD hier kaufen oder gleich direkt auf Youtube ansehen: [youtube http://www.youtube.com/watch?v=yAUYaweNQME?wmode=transparent] Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6

Why Americans know less than ever about the world

16th Mai 2008Blog, , ,

Ein oft genanntes Vorurteil über die USA lautet, dass deren Bewohner meist wenig Ahnung davon hätten, was außerhalb ihres eigenen Landes passiert. Dass diese Behauptung nicht ganz aus der Luft gegriffen ist, zeigt Alisa Miller, Vorsitzende von Public Radio International, im Rahmen einer TED-Präsentation. Wenn aus finanziellen Gründen ausländische Nachrichtenbüros geschlossen werden und mehr Sendezeit für Glitzer & Glamour reserviert wird („it is cheaper to cover Britney“) ist es aber auch kein Wunder, dass die Qualität der Informationen darunter leidet. Bleibt nur zu hoffen, dass Europas Medien dieses Schicksal erspart bleibt.

Pangea Day am 10. Mai 2008

9th Mai 2008Blog, , , ,

Neulich habe ich folgendes Video gefunden, in dem Franzosen die amerikanische Nationalhymne singen: httpvhd://www.youtube.com/watch?v=3T60NaNPiMg Als ich mich dann gefragt habe, wer das wieso gemacht hat, bin ich auf den sogenannten „Pangea Day“ gestoßen, der am 10. Mai 2008 stattfindet. Auf der zugehörigen Homepage http://www.pangeaday.org/ ist folgende Beschreibung zu finden:

Pangea Day is a global event bringing the world together through film. On May 10, 2008, live events in Cairo, Kigali, London, Los Angeles, Mumbai, and Rio de Janeiro will be linked to produce a program of powerful films, live music and visionary speakers. The program will be broadcast live to millions of people worldwide through the internet, television, and mobile phones. Pangea Day taps the power of film to strengthen tolerance and compassion while uniting millions of people to build a better future. In a world where people are often divided by borders, difference, and conflict, it’s easy to lose sight of what we all have in common. Pangea Day seeks to overcome that – to help people see themselves in others – through the power of film.

Hier der offizieller Trailer: [youtube http://www.youtube.com/watch?v=JxhRukX-vAw?wmode=transparent] Die Idee zu diesem Event hatte die Dokumentarfilmerin Jehane Noujaim, nachdem sie den begehrten TED-Preis erhalten hatte. Pangäa war übrigens der letzte globale Superkontinent der Erdgeschichte. Wenn Menschen durch Filme zum Lachen oder Weinen gebracht werden, wieso sollten sie dann nicht auch die Welt ein Stück näher zusammen bringen können? 😉

Nur weil sie gratis sind?

24th Apr 2008Blog, , ,

Gratiszeitungen erfreuen sich ja angeblich immer größerer Beliebtheit. In Wien beispielsweise wird einem bei fast jeder U-Bahn-Station die Heute-Zeitung angeboten. Die Wiener Linien mögen dies ja als Serviceleistung für ihre Kunden verstehen – ich jedoch finde, dass die dort gebotene journalistische und inhaltliche Qualität nicht Pulitzerpreis-verdächtig ist, sondern eher als Beleidigung für die Fahrgäste aufgefasst werden könnte. Bisheriger Tiefpunkt war sicherlich die Veröffentlichung von intimen Details aus Polizeiakten zum Fall Kampusch (den Link zu den Inhalten erspar ich mir jetzt hier). Warum dies medienrechtlich so brisant ist, zeigt auch der Standard-Artikel „Wann Privates in Medien tabu ist„. Passend hierzu deswegen auch folgender Steckbrief:

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Die Kriminalpolizei bittet um Ihre MithilfeGesucht werden Dr. Eva Dichand und Richard Schmitt. Die Herausgeberin und der Chefredakteur der Gratiszeitung „Heute“. Zuletzt aufhältig in 1190 Wien.Die Gesuchten sind dringend verdächtig des mehrfachen Missbrauchs in Tateinheit mit Vergewaltigung ihres Opfers Natascha K. aus besonders niederen Motiven.Für Hinweise, die zur Ergreifung führen, ist eine Belohnung ausgesetzt. Vorsicht, die Verdächtigen sind gefährlich und kennen keinerlei Skrupel!Quelle: wissenbelastet.com bzw. bassena.org

Mit Boulevard-Zeitungen wie Krone, Österreich & Co. setzen sich übrigens folgende zwei Webseiten kritisch auseinander, falls diese noch nicht bekannt sein sollten: http://www.medienschelte.at/ und http://www.krone-blog.at/Meine Empfehlung daher an alle Heute-Leser: die Zeitung ruhig mal liegen und stattdessen lieber ein gutes Buch lesen 😉

Radical Advertising

3rd Mär 2008Blog, , ,

Die Ausstellung „Radical Advertising“ zeigt, dass der Wechsel vom 20. zum 21. Jahrhundert einen radikalen Paradigmenwechsel in der Werbung markiert. Unter dem Vorzeichen der Globalisierung werden die 90er Jahre des 20sten Jahrhunderts zum Jahrzehnt der No-Logo-Bewegung und des Adbusting – ein Angriff auf die Vermüllung der semiotischen Umwelt mit Werbebotschaften.Geradezu federführend dabei war die Modeindustrie: sie verkaufte es nicht nur als chic, gehijackte Logos zu tragen, sondern bediente sich in ihren Werbeauftritten auch erfolgreich der Techniken der Antiwerbung. Und wird damit zu einem Vorreiter eines radikal gewandelten Werbeverständnisses, das die Angriffe politischer wie künstlerischer Positionen auf die globale Werbung erfolgreich in Kampagnen inkorporiert. Die Ausstellung zeigt die Adbuster Kampagnen und die kritischen Kunstreflexionen von Künstlern wie Jeff Koons, Damien Hirst, Cindy Sherman und Daniel Buetti ebenso wie die meinungsbildenden Kampagnen von Benetton, Sisley oder Diesel, von Calvin Klein oder Comme des Garcons.[…]

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Zur Online-AusstellungIch frag mich, wohin diese Entwicklung führen wird. Bilder, die vor ein paar Jahren zu riesen Skandalen geführt haben, sorgen heutzutage kaum mehr für Aufsehen. Heißt das in Folge, dass es irgendwann keine Grenzen mehr geben wird? Nach dem Motto „Anything goes“? Oder sind wir bereits so abgestumpft, dass wir sowieso nur noch auf Tabubrüche reagieren?

Urban Legends oder „Die Verunsicherung durch das Internet“

25th Feb 2008Blog, , ,

Das Internet ist ein großartiges Informationsmedium: Audio-, Video- und Textarchive wie z.B. das Internet Archiv sind rund um die Uhr verfügbar; Zeitungen und Bücher (Projekt Gutenberg oder bspw. The Universal Digital Library) können auf Knopfdruck abgerufen werden und wer mit der Suche nach Informationen im Internet noch Schwierigkeiten hat, der kann mittlerweile die charmante Ms. Dewey um Hilfe bitten.Leider fördert das Internet aber auch die Verbreitung von Fehlinformationen, Gerüchten und Verunsicherungen. Folgende Email habe ich beispielsweise heute bekommen:

*Betreff:* Ganz wichtig !!!Durchlesen und weiterleiten!!! Wichtig!!!! Dies ist kein Scherz!!!!! Dies hat sich in einem Kino in Wien ereignet. Vor einigen Wochen hat sich in einem Kino eine Person auf etwas Spitzes gesetzt, das sich auf einem der Sitze befand. Als Sie sich wieder aufgerichtet hat, um zu sehen, um was es sich handelte, da hat sie eine Nadel gefunden, die in den Sitz gestochen war mit einer befestigten Notiz: „Sie wurden soeben durch das HIV infiziert“. Das Kontrollzentrum der Krankheiten berichtet über mehrere ähnliche Ereignisse kürzlich vorgekommen in mehreren anderen Städten. Alle getesteten Nadeln SIND HIV positiv. Das Zentrum berichtet, dass man auch Nadeln in den Geldrückgabe-Aussparungen von öffentlichen Automaten (Billette, Parking, etc.)gefunden hat. Sie bitten jeden, extrem vorsichtig zu sein in solchen Situationen. Alle öffentlichen Stühle müssen mit Wachsamkeit und Vorsicht vor Gebrauch untersucht werden. Eine peinlich genaue sichtliche Inspektion sollte ausreichen. Außerdem fordern sie jeden auf, allen Mitgliedern Ihrer Familie und Ihrer Freunde diese Nachricht zu übermitteln. Danke. Dies ist sehr wichtig!!! Denk, dass du ein Leben retten kannst, indem du diese Nachricht weiter verteilst. BITTE nimm dir einige Sekunden deiner Zeit, um die Mitteilung zu lesen und weiterzuleiten.LKAÖffentlichkeitsarbeitFreundliche GrüßeO.Ö. GebietskrankenkasseFORUM GESUNDHEITAuer SusanneTel.: 05 7807 10 42 34Fax.: 05 7807 10 43 50mailto: susanne.auer@ooegkk.at

Meine erste Reaktion auf diese Email war natürlich auch Verunsicherung – die Information könnte ja stimmen, v.a. weil auch ein seriöser Absender angegeben wurde. Gerade bei solchen Mails sollte man jedoch 2x überlegen, ob man diese ungeprüft weiterschickt und so für Verunsicherung bei den Empfängern sorgen will. Oft reicht nämlich ein Blick in die Hoax-Datenbank der TU Berlin, um Emails wie die oben zitierte als „Urban Legendzu entlarven.